Tag Sieben
"Lesen und Lungern"

27.07.2003

09:00
(Tamara)

*streck* Ah, heute endlich mal frei. Ich glaub ich bleib noch ne halbe Stunde liegen. Steffi und Silvia hüpfen schon wieder da draußen rum, aber die wollen ja sowieso noch duschen gehen, und das hab ich ja schon gestern hinter mich gebracht *freu*.

Jetzt ein gemütliches Frühstück mit den letzten Resten Streichkäse. Anregende Gespräche und wieder mal Radiomusik schmücken das Ganze ein wenig aus.

10:30

So und jetzt schmeiß ich mich zu den beiden anderen auf die Couch und guck mal, ob „stupid white men“ wirklich so gut ist, wie Steffi gestern so schwärmerisch erzählt hat.

12:00
(Silvia)

Wie verabredet, leg ich mein Buch beiseite und scheuche Tamara und Steffi von der Couch, damit wir aufräumen und packen können.
Nebenbei füttere ich sie noch mit Knabberzeug ab, so dass wir nicht wieder so viel Handgepäck mit zurück nehmen müssen.

13:00
Noch ein letztes mal umgeschaut und alles ist blitzblank sauber *freu*. Endlich wieder rumlungern. Ab auf die Couch und weiterlesen, wo’s doch grad so spannend ist.

"Das würdeste Du auch gerne lesen, was?!"

"Lesen bildet"

 

"So, fein zusammenfalten damit's auch nicht faltig wird..."

Der Tisch ist unordentlich

16:00
(Steffi)

Wieder mal scheucht uns Silvia auf, weil es nun 16:00 Uhr ist und wir anfangen müssen, die Frikadellen und Pfannekuchen, unser Proviant für morgen, fertig zu machen.

Erstmal wird das Hackfleisch gewürzt und mit allen Zutaten zusammengemischt. Unser 1500 Gramm Paket Mehl muss ja irgendwie leer werden, also wälzen wir die Hackbällchen vor dem Braten noch mal im Mehl.
Nach dem Öffnen der Packung fällt uns auch endlich auf, warum das Mehl so günstig war. Es ist Vollkornmehl in einer Konsistenz wie Haferflocken.
OK, dann halt Ökofrikadellen.

Das klappt auch alles ganz gut und die Frikadellen sind ganz gut essbar. Jetzt geht’s weiter mit den süßen Pfannekuchen. Tamara mixt den Teig zusammen und schaut schon recht skeptisch auf das krümelige Mehl. Ab in die Pfanne und ich versuche mein Glück mit dem Wenden.
Na toll, Matsch… „Silvia, jetzt darfst Du mal versuchen ob Deine Methode klappt!“
Sie macht sich an die Arbeit und kriegt es halbwegs hin, die Pfannekuchen zusammenzuhalten. Auch die sehen ökomässig aus und schmecken leider nicht gerade süß.
Vollkorn sättigt dermaßen, dass wir uns darauf geeinigt haben, nur jeweils 4 Stück pro Person zu machen und die herzhaften Pfannekuchen, die als Abendessen dienen sollten aus dem noch vorhandenen Teig zu brauen.

Während wir so in der Küche beschäftigt sind, hält ein Mofa in der Einfahrt und ein dicker, etwas schmuddelig aussehender Mann steigt ab, schaut sich ein wenig um und winkt uns zu.

17:30
(Silvia)

Tamara und ich gehen zur Türe und stellen schnell fest, dass der gute Mann kein Wort Englisch oder Deutsch spricht. Er sagt irgendwas von Bernd und dass er nicht da ist. Freut sich als wir den Namen Eivor erwähnen und unterhält sich wunderbar mit uns. Als wir es schaffen uns von ihm zu verabschieden, geht er zurück zu seinem Gefährt und kommt prompt wieder. Diesmal hält er uns eine Dose Bier unter die Nase und fährt danach wild winkend davon.
*kopfschüttel* „Schweden!!“

(Anmerkung: Wie wir später von Bernd erfahren habe, handelte es sich nicht um einen Schweden, sondern um einen Finnen, was auch die massiven Verständigungsschwierigkeiten erklärt.)

18:00

Bis zum Abendessen jetzt noch ein bisschen weiterlesen *freu*.

20:00

Fürs Abendessen müssen jetzt noch die herzhaften Pfannkuchen gemacht werden. Als die Zutaten alle im süßen Teig drin sind, sieht der noch schlimmer aus als vorher und hält überhaupt nicht mehr zusammen. Alle Versuche scheitern und als Tamara und ich nun so weit sind, in einem Aluschälchen den Teig in den Brotbackofen zu schieben, kann Steffi nicht mehr und bietet uns eine Einladung zu McDonalds an, wenn wir nur aufhören weiter rumzuexperimentieren.
Nach langem Zögern gehen wir drauf ein (das Physikerherz blutet) und wir können endlich die Küche aufräumen.

22:00
(Tamara)

Jippie, fertig mit der Küche. Alle Reste an den Bären verteilt und Hunger hat jetzt auch keiner mehr, bei dem ganzen Rumgematsche mit Teig und Fett, also ab auf die Couch und rumlungern.
Ich bin jetzt gleich sogar schon fertig mit dem Buch *Freu*
Jetzt so langsam ab ins Bett, damit wir morgen frisch und fit sind, für die lange und anstrengende Rückreise…

 

...Brötchen nass machen und ausquetschen...

...Zwiebeln klein schneiden, ohne geht nix...

Rühre den Teig! (Rollover)

Wende den Öko-Pfannekuchen (Rollover)

Bring Tamara zum Putzen (Rollover)

 

Na, wer ist größer?!

 

"Darauf trink ich einen"

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