Tag Drei
"Es gibt mehr Schweden als Einwohner"

23.07.2003

Der Ausblick vom Steg am Doasen Sandstrand

07:15
(Silvia)

Immer diese Mückenstiche… weil ich schon einige Mückenbisse abbekommen habe, wache ich auf und mich juckt es überall *kreisch*. Schnell aufgestanden und Fenestilgel her *seufz*. Das ist schon besser. Hmmm, die anderen schlafen ja noch, ach, dann setzt ich mich einfach auf die Terrasse, vielleicht sehe ich ja irgendwo noch Elche *hoff*

07:45

Auch Steffi ist jetzt endlich aufgestanden und setzt sich zu mir. Während wir warten, dass die Langschläferin Tamara endlich aufsteht, damit Steffi duschen gehen kann, ohne sie aufzuwecken, erzählen wir uns ein paar Geschichten, welche Schwedentiere hier vorbeilaufen. Zum guten Schluss kommen wir dazu, dass Superelchi vorbeigeflogen kommt und den halben Wald niedermäht, sich kurz am Baum schubbert und den Salzleckstein bearbeitet.

 
"Mal überlegen, was wir heute so noch machen werden..."

08:00

Endlich ist auch Tamara wach und wir können den Tag beginnen lassen.
Während Steffi duscht, bereiten wir ein gutes Frühstück vor. Sandor kommt und besucht uns, klaut wie gewöhnlich ein paar unserer Schuhe, um sie herumzuschleppen und zu besabbern.
Noch die letzten Vorbereitungen und wir fahren nach Mora.

12:00

In Mora finden wir eine Touristeninformation und beschließen dort erst einmal eine Karte des Ortes zu suchen. Nebenbei finden wir auch Unterlagen, wie man sich den Einheimischen gegenüber verhält (Bären, Luchse und Wölfe, leider nicht Eivor).
Die dortige Toilette wird auf gewohnte Weise von uns in Beschlag genommen, da daheim ja immer noch nur die Außentoilette zu benutzen ist, in der man sich auf Grund der Sägespäne wie ein Meerschweinchen vorkommt.

Nun fahren wir auf einen zentral gelegenen Parkplatz und laufen durch die City.
Dort finden wir einige Postkarten und sogar eine deutsche Bild, die zwar vom Vortag ist, uns aber wenigstens ein bisschen auf dem Laufenden hält.
Wie in allen anderen Städten finden wir auch hier nur ein paar tolle Geschäfte und nichts, was auf einen Zusammenhang mit der „Der Herr der Ringe“ Mine Moria hinweist.
Nach einer Stunde ist alles gesehen worden, was zu sehen war und wir beschließen erst mal die Postkarten zu schreiben. Beziehungsweise ich schreibe die Postkarten, Tamara knipst und Steffi liest ein bisschen Zeitung. Ihr fällt dort auf, dass in Deutschland durch die Hitze sogar die Maulwürfe verdursten. Welch ein Glück, dass wir hier im Norden sind, da sind es ca. 23 Grad und wir haben größtenteils super Wetter *freu*.

 

"Mein Dala-Pferdchen *knuddel*"

"Hey, die haben hier auch ein
'Hello World'!"

"Gestern lebte ich noch!"
(Zeitung vom Vortag)

 

Die armen Tierchen...

13:30
(Tamara)

Nachdem wir uns nun so lange in einer der größten Städte Mittelschwedens aufgehalten haben, fahren wir auf dem Rückweg an Orsa vorbei.

Am Eingang von Bärenpark machen wir noch eine kleine Pause...

Dort gibt es den größten Bärenpark Europas und auch Peter meinte, dass dieser wohl sehr sehenswert sei.
Leider gibt es hier auch keinen Studentenrabatt :( . Na schön, dann eben ohne.
Direkt am Eingang fallen uns schon die enormen Wegsteigungen auf *uff*, also los, mal gucken was die Bären hier so treiben. Am ersten Aussichtspunkt angekommen, mischen wir uns unter die Menge und Silvia versucht ein paar Schnappschüsse von Bären zu kriegen. Wenn man sich hier so umschaut, sieht man auch warum das der größte Park Europas ist, die Bären haben ja richtig viel Platz *staun*.
Auch die zweite Aussichtsplattform bietet uns einen wunderbaren Blick auf einige große Bären, die wohl gerade ihr Mittagessen zu sich nehmen.
Als nächstes kommen die Polarfüchse. Leider sind hier nur ein, zwei Junge zu sehen. Dahinter kommen nun Steffi’s Wölfe. Uns kommt es schon seltsam vor, dass hier kaum Leute sind, aber wir werden schon welche sehen. Nach langem Suchen kommt dann ein „Hier ist einer!!“ von Steffi „er ist schwarz/weiß und kann fliegen!“ (eine Elster).
Auch den letzten Berg erkraxeln wir und finden einen Kiosk. Na toll…
 

Die Kiddies lutschen Eisobst und Mama ist voll gelangweilt

"Wo ist das Fressen?"

"Wenn ich groß bin, werde ich ein Vielfraß!"

Hier angeblich sollen Wölfe leben

 

"Bleib nur von meinem Sandwich weg!"

"Ich bin zwar kein Wolf mehr, aber immerhin fast..." (Sandor)

17:30

Wieder daheim packen wir unsere Schwimmsachen und fahren zum nahe gelegenen Sandstrand am Dåasen (ein See).
Das Wasser ist zwar ein wenig kühl, aber das schreckt uns nicht davor ab, wenigsten eine kleine Runde schwimmen zu gehen. Die jungen Polen auf dem ins Wasser reichenden Steg, finden das ganz witzig, warum auch immer…
Wir gönnen uns noch die kleinen Leckereien aus der Bäckerei von Los und genießen einige warme Abendsonnenstrahlen.
Plötzlich kommt so eine fiese kleine Bremse und bedrängt uns arg. Nach einigen Schlägen auf sich selbst und andere, haben wir diese auch erlegt („Ich schlag Dich jetzt auf den Kopf“ Steffi zu mir).

 

Das ist Schweden, wie man es kennt

"Komm Bremse, trau Dich!"

19:30

(Steffi)
Zum Abendessen wollen wir unser eingelegtes Fleisch (es sind wirklich Rouladen) grillen. Dazu muss aber erst mal der Grillplatz parat gemacht werden. Wir haben das Gras geschnitten, ein wenig um die Steine herumgegraben und das Heu beseitigt, um den Mücken ihr zu Hause zu zerstören.
Da ich als Großstadtkind merkwürdigerweise hier wohl die meiste Erfahrung im Lagerfeuer machen habe, übernehme ich die Leitung :) .
Im Schuppen finden wir einen Schwenkgrill und statten dessen Rost mit Alufolie aus, da wir keine Lust haben, das Ding selber sauber zu machen und unser Fleisch ja nicht leiden soll, bevor es von uns verspeist wird.
Nach etlichen Versuchen, das Feuer mit trockenem Stroh und Zeitungen zum Brennen zu bringen, sollen die anderen beiden mal nach Grillanzündern suchen. Kurz bevor sie ins Auto hüpfen, um noch schnell welche zu kaufen, finden sie doch noch welche am Ofen (warum hat da denn vorher noch keiner geguckt *grübel*).
So ist es auch ein Einfaches das Feuer zu entfachen. Da es mir ein bisschen zu blöd ist, immer mit zwei oder drei Scheiten von der Terrasse vors Haus zu rennen, beschließe ich eine Schubkarre zu suchen.
Währenddessen wäscht Tamara ein paar Kartoffeln und schmeißt sie auch gleich auf den Grill. Danach sucht sie ein Stöckchen, um die Marshmallows zu grillen.
Gerade als ich die Karre aus dem Schuppen schieben möchte, will sich Sandor von mir überfahren lassen (blöder Hund), nachdem ich ihn verscheucht habe, bzw. Tamara ihn gerufen hat, macht er sich über unsere Marshmallows her.

20:30

Silvia und Tamara fügen unserem Grillabend noch die nötigen Vitamine hinzu, indem sie Gurken, Paprika und Tomaten klein schnippeln (nebenbei natürlich auch noch ein paar Zwiebelchen).

21:00

Endlich kann ich das Fleisch aus meiner leckeren Marinade auf den Grill legen. *schleck*
Während wir darauf warten, dass das Fleisch gart, schlagen wir um uns, weil überall diese kleinen Fliegen und natürlich auch Stechmücken in der Gegend rumfliegen. Aber davon lassen wir uns kaum stören und schauen begeistert in die Flammen bzw. stochern mit unseren Stöckchen drin rum.

21:20

Wir lassen uns das Essen schmecken und sind auch nur wenig paranoid in Bezug auf Mücken „Ich glaube, ich habe gerade einen Krümel erschlagen!“ (Tamara)

22:00

Nach dem leckeren Mahl, bei dem wir so lange gegessen haben, bis nichts mehr reinpasst, kokeln wir noch ein bisschen rum, trinken Rummixgetränke und ich lösche dann so um kurz vor zwölf das Licht mit ein paar Eimern Wasser.

 

Willst Du meine Mückensticke sehen?

"Führe die Maus über das Bild und Du siehst die Andockstationen der Blutsauger"

"Ich grabe erst mal die Feuerstelle frei"

"Das Heu muss weg!"

Lecker!!

"Wenn Du sehen willst, ob es mir schmeckt, gehe mit der Maus über das Bild."

"Komm her Du Roulade, ich grill Dich!"

"LECKER!!"

"Igitt, überall Mücken...!"

Auch heute kommen wir erst um 0 Uhr ins Bett, mal schauen, was uns morgen so alles erwartet…

Nach dem Essen
Zähne putzen nicht vergessen!

 

Auch die Sonne verabschiedet sich für heute

ZURÜCK WEITER